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Männer I17.11.2014

TG Hanau : TS Großauheim 30:23 (15:14)

Auch im Derby bei der TG setzte es eine empfindliche Schlappe, die man sich mit einer schwachen Leistung auch verdient hat.  

War der Kader im Vergleich zur Vorwoche wieder erstarkt, da Hombach, Standfest, Thon und Hehn wieder an Bord waren, hielten sich Team und Trainer nicht an die vorgegebene Marschroute.  

 

So setzte es gegen den bislang schwächsten Gegner in der Runde eine durchaus vermeidbare Niederlage.  

Die TG vermied über die gesamte Spielzeit jegliches Tempo und spielte ohne schnelle Mitte sowie mit einer Angriffsbewegung im besseren Fußgängertempo.  

Dies war so erwartet worden, da der Kader der Hausherren nicht über zu viel Breite verfügt und man auf die Leistungsträger angewiesen war.  

Um daraus Kapital zu schlagen, sollte man in der Abwehr kompakt stehen und jede Gelegenheit zum erweiterten Tempogegenstoß und zur schnellen Mitte nutzen, um die Hausherren läuferisch zu belasten.  

Dies gelang im ersten Durchgang nicht. Stattdessen wartete man über die gesamte Spielzeit vergeblich auf nur ein einziges Handzeichen der Referees zum Zeitspiel, wurde selbst ungeduldig und verließ den Abwehrverband zu ungeduldig, um so der TG Räume zu geben, die diese mit Glück und Geschick nutzten.  

Auf der Bank war man in Durchgang 1 ruhig geblieben, weil man eben auf die nachlassende Kraft der TGH setzte. Man befand sich immer in Schlagdistanz und verlegte das Coachen leider zu früh schon auf verbale Scharmützel mit den für beide Teams katastrophalen Schiedsrichtern.  

Diese setzten dann auch in Durchgang 2 gleich Zeichen, verteilten viele (meist gerechtfertigte) Zeitstrafen gegen die Auheimer und vergaßen diese Progression bei den Gastgebern.    

 

So geschwächt lief man der TG in's offene Messer und geriet schon früh mit 22:17 in Rückstand.  

Relativ planloses Angriffsspiel, schwache Torwartleistungen und noch zunehmendes Zeitspiel der Hausherren verhinderten in der Folge das Verkürzen dieses Abstandes.  

Eine sehr unfaire Aktion eines TG-Spielers rundete 4 Sekunden vor Ende den missratenen Spieltag ab. Weber war für Großauheim in Ballbesitz und beendete das Spiel mit Niederlegen des Balles, um seinem Gegenüber die Hand zur Gratulation zu reichen. Dieser sah es als nötig an, den liegenden Ball aufzunehmen und noch in das leere Tor zu werfen - ohne Worte!  

Gegen einen so schwachen Gegner hätte man als selbsterkorene Spitzenmannschaft einfach gewinnen müssen, egal wie viel Pech oder vermeintliche Benachteiligungen durch die Schiedsrichter man erfährt.  

Der fade Beigeschmack ob der Leistung der Herren Limpert/Steinmetz bleibt jedoch bestehen. Schon in der letzten Saison stellte dieses Gespann die unrühmliche Ausnahme der Spielleitungen dar und es wurde bemängelt, dass die Herren ohne jede Bewegung im Grunde genommen nur bei den Anwürfen und Strafwürfen auf Ballhöhe waren.  

Im HHV wird seit langer Zeit ein Fitnessnachweis zum Leiten der Spiele ab Landesliga eingefordert.  

Die körperliche Präsenz wird hier richtigerweise als Grundlage zu einem vernünftigen Ordnungsrahmen gefordert.   

Zwei Klassen tiefer haben die Schiedsrichterwarte und -einteiler keinen leichten Job, da es an Personal schon der Menge nach kräftig fehlt.  

Allerdings darf das nicht dazu führen, dass Spielleiter körperlich wie mental so defizitär sind, dass diese das Match nicht mehr richtig wahrnehmen können.  

So wurden beispielsweise auch gleich 3 glasklare rote Karten (einmal TG, zweimal TS) nicht verteilt, weil die Situationen schlichtweg nicht wahrgenommen wurden, obwohl man nur unweit davon entfernt stand.  

Regelauslegung ist eine Sache, mit der man erfahrungsgemäß mal besser und mal schlechter zurechtkommt, das gehört schon immer zum Handball. Fehlende körperliche und mentale Voraussetzungen zur Spielleitung sind jedoch eine ganz andere Kategorie, die einem vornehmlichen Spielleitungsziel des Schutzes der Spieler vor (schweren) Verletzungen nicht gerecht werden können.  

TS: Majka und Hombach im Tor; Horch, Seegräber, Samar 6/1, Krischke 1, Möhwald 2, Funk 2, Winterling, Thon 1, Standfest, Hehn 10 und Weber 1/1.